Bisher beschränkten sich MMORPGs darauf, dass man einen Questtext vorgelegt bekam und aus diesen Informationen die Mission lösen kann. Zwar bieten einige MMORPGs wie Age of Conan schon Antwortmöglichkeiten in Dialogen, diese haben spielerisch bisher aber fast keine Auswirkungen. Dies soll bei The old Republic anders sein. Ähnlich wie auch schon bei den SinglePlayer-Spielen von Bioware, sollen die Antwortmöglichkeiten nicht nur eure Reputation beeinflussen, sondern auch neue Questwege erlauben, oder verschließen. Hier dürfen wir dann auch Quests abseits von „Laufe von A nach B" oder „Töte X" erwarten. Besonders interessiert ist hier, dass getroffene Entscheidungen in Dialogen nicht mehr rückgängig zu machen sind. Könnt ihr in einem Singleplayer-Spiel einfach einen alten Speicherstand laden, ist eine Entscheidung in einem MMORPG endgültig. Somit wird das Umsetzen vom Singleplayer-Quest-System auf den Onlinesektor sicher das größte Problem bei The old Republic sein, aber wenn es ein Entwickler schaffen sollte, dann Bioware.
Abseits vom Brei
Eine weitere große Umstellung für viele MMORPG-Spieler wird wohl sein, dass man nicht nur seinen Charakter spielt, sondern eine komplette Party. Somit stehen euch, wie auch schon in den SinglePlayer-RPGs, verschiedene NPCs zur Verfügung, welche euch im Kampf begleiten. Aber auch zu diesem Punkt gibt es noch keine genaueren Informationen und wie weit das Zusammenspiel mit anderen Spielern diese Partys beeinflusst ist auch noch nicht bekannt. Bisher wissen wir lediglich, dass sich eure Partymitglieder entwickeln können und ihr diese auch mit anderen Spielern tauschen könnt. Auch wird es wieder eine Interaktivität zwischen Partymitgliedern geben und so wird es Freund-, Feind- und natürlich auch Liebschaften geben. Ein weiterer großer Punkt ist selbstverständlich das PvP. Sehr wahrscheinlich werden sich die beiden Fraktionen bekriegen und um die einzelnen Planeten kämpfen. Ansonsten ist Bioware der PvP-Frage bisher sehr geschickt ausgewichen und hat lediglich gesagt, dass PvP eine große Rolle in Star Wars und damit auch in The old Republic spielen wird.
Während sich der auf der Pressekonferenz gezeigte GamePlay-Trailer immer noch unter Verschluss befindet und daher für uns einfache Bürger noch nicht zugänglich ist, gibt es zumindest eine kleine Auswahl an Screenshots zu begutachten. Hier erkennen wir schnell, dass man sich für einen sehr bunten, fast schon comichaften, Stil entschieden hat. Dies sorgt nicht nur dafür, dass das Spiel wohl auch auf etwas älteren Rechnern gut laufen wird, sondern macht das ganze Spiel auch etwas zeitloser.
Fazit
Bei Bioware wird geklotzt und nicht gekleckert. Während andere Entwickler immer wieder beteuern sie sind absolut begeistert von den Kundenzahlen und es übertrifft jede Erwartungen, egal wie klein der Kundenstamm tatsächlich ist, geht Lucas Arts da etwas aggressiver vor. So wird kein Hehl daraus gemacht, dass man mit Star Wars: The old Republic den MMORPG-Markt aufmischen möchte und nicht einsieht, warum man nicht das gleiche schaffen sollten wie World of Warcraft. Aus diesen Zeilen kann man erahnen, dass die Jungs und Mädels bei Bioware, Lucas Arts und Electronic Arts die zukünftigen Kunden lieber in Millionen, als in Hunderttausenden zählen möchten.
Ein sehr ehrgeiziges Ziel, welches viel Arbeit verlangt. Trotzdem genießt Bioware ein gewisses Vorvertrauen bei vielen Spielern, denn bisher konnten sie mit vielen Knallern aufwarten. Die Stärke der Kanadier liegt definitiv im Bereich Story und SinglePlayer und daher ist es auch genau der richtige Weg sich auf diese zwei Punkte zu besinnen. Hinter Star Wars: The old Republic steckt eine starke Lizenz, ein starker Entwickler und viel Geld. Der wohl interessanteste Titel für jeden MMORPG-Fan in den nächsten Jahren, denn bis zu Veröffentlichung wird wohl noch einige Zeit vergehen.
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... soooo hab mir erstmal eine Laserschwertapplikation auf mein iPhone geladen. Somit kann Luki Skywalker schon mal üben. Ich bin bereit. ;)