Allvatar Logo
Allvatar Portale
Browser Games
 

  • Tools
  • Community
1

Overwatch

Vorschau und Eindrücke

Wird Overwatch die Shooter-Welt revolutionieren? Wir sagen euch mehr zu Blizzards FPS.

Aktuelles

World of Warcraft

Rift

Frag Sharlet: Rückblick, Kurioses und Angespielt

Der Herr der Ringe: Online

Starcraft 2

Runes of Magic

Aion

Star Trek Online

Star Wars: The Old Republic

Diablo 3

Age of Conan

Technik

Kino Reviews

allvatar Kolumnen

Sonstiges

Umfragen

Suchtdebatte / Diskussion um sog. Killerspiele


11.05.2011 12:10 Uhr | Ara | 6286 Aufrufe 0 like 1 flame
Seite 1 von 2 >
1

Portal 2 Review


Ein ganz heißer Kandidat für das Spiel des Jahres 2011 ist Portal 2. Hat der Vorgänger die Spielerschaft im Jahr 2007 begeistern können, versucht Valve nun das Spiel in seiner vollen Größe zu präsentieren. Wie weit das geklappt hat, lest ihr in unserem Review.



Portal startete als Studentenprojekt mit dem Namen Narbacular Drop, bevor Valve das komplette Team aufkaufte und ihnen das Geld gab um die erste Version des Spiels zu entwickeln. Das Spiel war eine Mischung aus Technik-Demo und richtigem Spiel, das zeigte sich vor allem im geringen Umfang von 3-4 Stunden.

Deswegen wurde es zuerst auch nur als Beigabe zu Half Life 2 in der Orange Box vertrieben. Erst einige Zeit später erschien auch ein Standalone-Verison von Portal und auch diese konnte viele Spielerherzen begeistern. So war es nur eine Frage der Zeit, dass Valve einen Nachfolger bringen würde.

Portale bleiben das elementare Spielelement

Arrow  Portale bleiben das elementare Spielelement

The Dark Portal

Das Spielprinzip von Portal ist schnell erklärt. Ihr müsst es in der Regel an das andere Ende eines Raumes schaffen und dabei einige Hindernisse überwinden. Dazu steht euch das Portal Device zur Verfügung. Dieses Gerät erlaubt es euch zwei Portale zu erzeugen, ein blaues und ein oranges. Schreitet ihr nun durch eines dieser Portale, dann tretet ihr aus dem anderen Portal wieder hinaus. Darauf basiert das komplette Spielprinzip.

Es klingt erst einmal recht simpel, breitet aber im Spiel ein großes Potential für euch aus. Denn fallt ihr zum Beispiel mit hoher Geschwindigkeit durch ein Portal, so werdet ihr auf der anderen Seite mit der gleichen Geschwindigkeit hinaus geschleudert und könnt so größere Abgründe überwinden. Ein anderes Mal müssen Laserstrahle durch die Portal zu den richtigen Stellen gelenkt werden, oder aber auch ein ganzes Objekt durch ein Portal transportiert werden. Die Möglichkeiten die sich durch die Portale erschließen, sind fast grenzenlos.

Dreh- und Angelpunkt des Spiels bilden also die Portale, welche aber für den zweiten Teil gameplaytechnisch durch die Gels erweitert wurden. So gibt es drei Arten von Gel, oranges, blaues und weißes. Das orange Gel ist so glitschig, dass es euch über den Boden rutschen lässt und euch damit erlaubt eine recht hohe Geschwindigkeit aufzubauen. Das blaue Gel überzieht dagegen die Oberfläche mit einer Gummischicht die dafür sorgt, dass ihr höher springen könnt. Das letzte Gel, das weise, erlaubt euch Portale dort zu erzeugen, wo es ursprünglich nicht vorgesehen ist. Das bedeutet, wenn ihr es schafft, dass an einer Stelle weißes Gel haftet, könnt ihr an dieser Stelle dann auch anschließend ein Portal erzeugen.

Es ist wirklich großartig wie Valve es geschafft hat, dass diese neue Hauptmechanik sich nahtlos in das Gameplay von Portal eingliedert. Denn eigentlich fühlt sich Portal 2 an wie Portal 1, nur dass alles irgendwie größer, stimmiger und besser geworden ist, als noch im ersten Teil. Somit kann man sich gar nicht mehr vorstellen, wie das Spiel ohne das Gel wohl ausgesehen hat. Eine tolle Erweiterung, die dem Spiel in der zweiten Hälfte einen frischen Anstrich gibt. Nur selten schießt Valve beim Leveldesign etwas über das Ziel hinaus und fordert eine zu hohe Denkleistung des Spielers. Der Nachteil daran ist, dass das Spiel mehrere potentielle Stellen hat, die einigen Spielern überfordern könnten. Da es kein Hilfe-System gibt, muss man entweder solange knobeln bis man es doch irgendwie geschafft hat, oder aber im Internet nach einer Komplettlösung schaffen. Zum Glück ist der Schwierigkeitsgrad aber meist sehr gut gewählt und sollte für die meisten Spieler kein Problem darstellen.

Das Gel bringt frischen Wind ins Spiel

Arrow  Das Gel bringt frischen Wind ins Spiel

Stärken bleiben Stärken

Die Änderungen an Portal 2 halten sich wirklich in Grenzen und Valve hat es eindrucksvoll geschafft, dass die Stärken des ersten Teils weiter ausgebaut wurden und die Schwächen größtenteils beseitig sind. Neben dem neuen Gameplay konnte Portal 1 die meisten Spieler vor allem durch zwei Effekte an sich binden. Einerseits das „Aha-Erlebnis", nachdem man eine schwere Kopfnuss geknackt hat und andererseits das permanente Gefühl, dass man irgendwie das Leveldesign ausgetrickst hätte. Beides ist auch wieder in Portal 2 vorhanden, vor allem das Letztere wurde fast perfekt umgesetzt. Immer fragt man sich auf seinen Weg durch die Forschungsbasis, ob man noch auf dem richtigen Weg ist, oder aber ob man das ganze System ausgetrickst hat. Valve schafft es hier meisterlich den Spieler zu führen und ihm gleichzeitig weiß zu machen, dass er den Weg bestimmen könnte. So täuscht kaum ein Schlauchlevel-Spiel so eine spielerische Freiheit vor wie Portal 2.

Weitere Stärken waren die Story, die Atmosphäre und der Hauptcharakter GlaDOS. Bei der Atmosphäre konnte man den Vorgänger kaum toppen und so schlägt Portal 2 auch in die gleiche Kerbe. Die Umgebung fühlt sich einfach unheimlich toll und real an. Man fühlt sich überall beobachtet und gehetzt und hat wirklich das Gefühl, dass man der Hamster im Laufrad ist. Bei der Story bietet Portal 2 nun um einiges mehr Einblick in die Hintergründe von dem Forschungslabor Aperture Science.

Der zweite Teil spielt einige Jahre nach dem Ende des ersten Teils und ihr schlüpft erneut in die Rolle von Chell und müsst euch den Weg aus dem Forschungslabor erkämpfen. In Teil zwei erfahren wir mehr über GlaDOS und was für einen Zweck das ganze Testen dient, ohne dabei aber vollständig die Welt von Portal aufzuklären. Beim Thema Charakter war man bei Valve übrigens mutig. Spielte GlaDOS in Teil 1 quasi als einziger großer Charakter eine Hauptrolle, wird sie in Portal 2 in den Hintergrund gedrängt vom neuen Charakter Wheatley.

Wheatley muss sich dabei kein Stück hinter der alten GlaDOS verstecken und kaum wurde einer runden Roboterkugel so viel Liebe eingehaucht wie Wheatley. Dabei nährt sich der Humor des Spiels vor allem dadurch, dass die perfekte Balance zwischen Mensch und Maschine in die Charaktere einfließt. Überrascht Wheatley häufig mit sehr menschlichen Reaktionen, so fällt er doch oft zurück in das Denken einer Maschine. und genau die Situationen führen dann zum Schmunzeln. Obwohl Wheatley die Hauptrolle im zweiten Teil einnimmt, müsst ihr nicht komplett auf GlaDOS verzichten, sie versorgt euch das gesamte Spiel über mit einigen hämischen Kommentaren und spielt ebenfalls eine große Rolle.

Portal 2 zeigt euch auch wie Aperture Science hinter den Kulissen aussieht

Arrow  Portal 2 zeigt euch auch wie Aperture Science hinter den Kulissen aussieht

Schwächen wurden behoben

Schwächen gab es bei Portal 1 kaum. Ein Kritikpunkt war aber sicherlich der geringe Umfang, der mit 3-4 Stunden für ein Low-Budget-Game zwar ausreichend war, aber für ein Vollpreisspiel wie Portal 2 einfach zu wenig wäre. So erhöhte Valve dann auch den Umfang um gut das dreifache und als Einzelspieler ist man schon einmal gute 10 Stunden unterwegs, bevor man das Ende des Spiels sieht. Übrigens sei gesagt, dass das Ende großartig ist und nicht nur das Sahnehäubchen des Spiels ist, sondern die letzten 30 Minuten des Spiels zu den schönsten und beeindruckendsten Momente der Videospielgeschichte zählen.

Wer danach noch nicht genug hatte, der kann entweder den Einzelspieler erneut mit Audiokommentaren der Entwickler durchspielen, oder aber sich mit einem Freund in den Coop-Modus stürzen. Hier schlüpft ihr dann in die Rolle der beiden Roboter P-Body und Atlas und müsst gemeinsam komplett neue Testkammern überstehen. Sowohl vom Spielinhalt, als auch von der Story ist der Coop-Modus vom Einzelspieler getrennt und ist zeitlich kurz nach der Story des Einzelspielers angesiedelt. Der Coop-Modus ist jedoch nicht ganz so umfangreich wie der Einzelspieler-Modus und somit könnt ihr nach etwa 5 Stunden bereits das Ende sehen.

Hier liegt dann auch der Knackpunkt des Spiels und gleichzeitig der Hauptkritikpunkt: Es gibt absolut gar keinen Grund das Spiel ein zweites Mal durchzuspielen. Hat man einmal alles gesehen und macht man sich nichts aus den Audiokommentare so sinkt der Spielspaß vom ersten Durchspielen zum Zweiten von gigantisch auf booooooooooring. Wer die Rätsel bereits kennt, der braucht in den Testkammern nicht lange Grübeln, es fehlt somit jegliches Aha-Erlebnis und auch der Weg ist jederzeit bekannt. Somit wird das Spiel bei den meisten Spielern nach dem einmaligen Durchspielen in den Schrank wandern, bis es mit einem, bereits als kostenfrei angekündigten, Downloadcontent erweitert wird.


Dieser Artikel besteht aus mehreren Seiten



0 like
1 flame

Gast: 01.01.1970 01:00 Uhr

 
Gäste Kommentare sind vorübergehend deaktiviert, werden aber demnächst wieder zur Verfügung stehen.



[ Kostenlos anmelden ]
[ Passwort vergessen ]



Bitte einloggen um an der Shoutbox teilnehmen zu können!



Impressum | Mitarbeiter | #botb@quakenet | Banner | AGB | Datenschutz | Hilfe | Kontakt
© 2006-2018 allvatar.com   Wo bin ich? Home > Artikel
Portal 2 Review Story Charakter Stärken Schwächen Coop - allvatar.com