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21.03.2011 11:42 Uhr | Ara | 11294 Aufrufe 0 like 1 flame
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allvatar Review: Maestia im Test


Kaum ein Free-2-Play MMORPG wurde von so einer starken Werbekampagne begleitet wie Maestia. Mit viel Werbung im Internet und einer Partnerschaft mit dem Fernsehsender Pro7, versucht sich Maestia als Premium-MMORPG auf dem Markt zu etablieren. Wir haben uns die aktuelle Version des Spiels angeschaut und sagen euch, ob das Spiel diesen Anforderungen gerecht werden kann.



Beide Fraktionen haben die gleichen Klassen

Arrow  Beide Fraktionen haben die gleichen Klassen

Im Westen nichts Neues

Nach dem Herunterladen des gut zwei Gigabyte großen Clients, geht es ohne Umwege an die Charaktererschaffung. Die beiden Fraktionen, namentlich die Superion Guardian und die Temple Knights, unterscheiden sich spielerisch fast gar nicht. Beide Fraktionen bieten die vier gleichen Grundklassen: Krieger, Zauberer, Waldläufer und Priester. Je nach Fraktion unterscheiden sich die Klassen lediglich in einem passiven und einem aktiven Klassentalent, ansonsten herrscht absolute Gleichberechtigung zwischen den Superion Guardian und den Temple Knights.

Der erste Einstieg ins Spiel, sollte selbst für MMORPG-Neulinge kein großes Problem darstellen. Maestia zeigt sich von der ersten Sekunde an sehr einsteigerfreundlich. So stehen dem Spieler zu Beginn nur wenige Features zur Verfügung und erst nach und nach werden weitere und komplexere Spielsysteme freigeschaltet. Das verhindert einerseits, dass Neulinge von der Komplexität des Spiels direkt erschlagen werden, und sorgt gleichzeitig dafür, dass man auch im späteren Spielverlauf immer noch Neues entdecken kann. Unterstützt wird das ganze durch wirklich vorbildhafte Anfängertipps und einer umfangreichen Hilfedatenbank.

Nichtsdestotrotz könnten sich MMORPG-Veteranen hier am Anfang etwas unterfordert fühlen, denn die ersten Levels bieten für jene Spieler fast gar keine Herausforderung. Dies ändert sich aber schnell, denn schon nach wenigen Spielstunden erreicht man die Levelregionen, in denen sich auch stärkere Gegner in den Weg stellen und das Spiel seine, teilweise sehr tiefgehende, Spielmechaniken ausbreitet. Hier sollten dann auch Spieler bedient werden, die gerne etwas tiefer in ein Spiel einsteigen.

Grafisch kann Maestia für ein kostenfreies Spiel überzeugen

Arrow  Grafisch kann Maestia für ein kostenfreies Spiel überzeugen

Augen auf und Ohren gespitzt

Vom Setting her spielt Maestia in einer Mischung aus Fantasy und griechischer Mythologie. Das Ganze ist angehaucht mit asiatischen Stilmittel, das heißt: Steingolems, große Schwerter, Elfenohren und selbstverständlich engelsgleiche Flügel. Obwohl einzelne Gegner eher an Pokemons erinnern, als an ausgewachsene MMORPG-Gegner, ist die Gesamtwelt doch stimmig und bietet einmal etwas anderes, als den typischen Orcs- und Elfen-Einheitsbrei.

Rückendeckung erhält das Setting durch die für ein Free-2-Play Spiel überdurchschnittliche Grafikengine. Es gibt viele Stellen im Spiel, die den Spieler wirklich zum Verweilen einladen. Getrübt wird das Ganze nur durch einige sehr hässliche Texturen und das gelegentliche aufpoppen von Hintergründen. Auch sind die übertriebenen Lichteffekte sicher nicht jedermanns Sache. Wenn man über diese Punkte jedoch hinwegsehen kann, wird man mit einer rundum guten Mischung aus Optik und Perfomance belohnt.

Negativ bei der technischen Umsetzung fällt dagegen die Hintergrundmusik und die Übersetzung auf. Selten ist ein Hintergrundgedüdel so schnell auf die Nerven gegangen, wie in Maestia. Daher ist schon nach wenigen Spielminuten der Weg in die Optionen, in denen die Musik deaktiviert werden kann, selbstverständlich. Auch hätte ich mir mehr Auswahl bei den Soundeffekten gewünscht, denn auch diese wiederholen sich viel zu häufig. Ähnliche Schwächen fallen bei der Übersetzung auf. Obwohl der größte Teil der Übersetzung wirklich brauchbar übersetzt ist und stellenweise sogar überraschend humorvoll daherkommt, schüttelt man vor allem bei den Monsternamen häufig den Kopf, denn wer möchte schon gegen „Biene Steppe" kämpfen? Ich nicht!

Das Interface ist übersichtlich und zweckmäßig

Arrow  Das Interface ist übersichtlich und zweckmäßig

Steigende Komplexität

Spielerisch kommt Maestia zu Beginn sehr übersichtlich daher. Die aus anderen MMORPGs bekannte Hotbar begleitet euch genauso wie eine Minimap oder das Questtracking. Etwas ungewohnt ist, dass die Knöpfe für Skills, Inventar und Charakter über das Interface verteilt sind, dies sollte aber niemanden vor allzu große Herausforderungen stellen. Erwähnenswert ist, dass die einzelnen Elemente des Interfaces relativ frei umher geschoben werden können. Damit kann das Interface leicht an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

Je weiter man im Spiel eintaucht, desto mehr Funktionen werden für den Spieler freigeschaltet und tatsächlich gliedern die sich nach und nach wunderbar in das Interface ein. Eine Besonderheit sind sicher die Maestones die man im Laufe des Spiels bekommt. Während der fortschreitenden Charakterentwicklung, werden Slots für drei aktive und sechs passive Maestones freigeschaltet, wobei die letzten Slots für die passiven Steine, im Premium Shop gegen Euros erworben werden müssen.

In diese Slots können Maestones eingesetzt werden, die euch kurzfristige Buffs oder andere hilfreiche Zauber aktivieren. Maestones verbrauchen sich aber und müssen nach einigen Einsätze wieder in der Stadt aufgeladen werden. Habt ihr diese Steine also oft genug zum Buffen genutzt, müsst ihr zwangsweise den Weg in die Stadt auf Euch nehmen.

Ansonsten spielt sich Maestia im Kampf sehr klassisch. Es gibt kaum einen Unterschied zu anderen modernen MMORPGs, wenn es darum geht Monster zu besiegen oder Gegenstände aufzunehmen. Eine kleine Besonderheit ist vielleicht, dass Gegenstände identifiziert werden müssen, ähnlich wie in den meisten Hack n‘ Slays. Gegenstände können sowohl Level-, als auch Klassen-Anforderungen haben, und sollten euch die Werte nicht reichen, sind auch weiter Verzauberungen durch euch möglich.

Um den Charakter zu individualisieren, dürft ihr bei jedem Level-Up einige Punkte in die Attribute stecken. Ab der 25. Stufe öffnet sich auch die Talentbäume für euch. Hier dürft ihr euch dann aus mehreren Talentwegen die eigens gewünschten Fähigkeiten auswählen, wobei gesagt sein muss, dass man sich auf einen Weg konzentrieren sollte, wenn man einen starken Masterskill, der sich am Ende eines Trees befindet, erwerben möchte.

Per Gebet kann man überall auf die Questgeber zugreifen

Arrow  Per Gebet kann man überall auf die Questgeber zugreifen

Weltwanderung

Die Welt an sich ist recht übersichtlich und dank Portalen in der Hauptstadt, sind auch alle Punkte schnell zu erreichen. Wenn trotzdem mal längere Strecken überwunden werden müssen, dann könnt ihr euch bereits ab Stufe 10 über ein Reittier freuen, das erste gibt es in einer Questreihe sogar geschenkt.

Beim Thema Quests darf man keine großen Würfe erwarten. Die Quests bestehen fast ausschließlich aus Töten und Looten und werden daher schnell eintönig. Anders als bei den meisten MMORPGs, müssen Quests aber zum größten Teil nicht von NPCs angenommen werden. Per Knopfdruck versinkt der Charakter in ein Gebet und kann so Verbindung mit seinen Questgebern aufnehmen. So können unterwegs fast alle Quests angenommen und auch abgegeben werden. Ebenfalls interessant ist, dass man alle Quests im Spiel bereits vom ersten Level an aufgelistet bekommt und ganz genau sieht, wann man wo welche Quest bekommt.

Auch beim Crafting zeigt Meastia einige Schwächen. Material kann, nach dem Erwerben der Fähigkeit, von Monstern gesammelt werden. Hat man genug Rohstoffe in seinem Inventar angesammelt und ein passender Rezept, stellt man den Gegenstand mit einem einfachen Klick her. Das Problem: Die selbst hergestellten Gegenstände sind zum größten Teil unbrauchbar, da bessere Gegenstände auf anderen Wegen viel einfacher zu erreichen sind. Lediglich die Taschen machen einen gewissen Sinn, denn so spart man sich den Weg in den teuren Premium Shop. Ansonsten ist das Crafting-System eine herbe Enttäuschung.

Lediglich im RvR können die Fraktionen gegeneinander kämpfen

Arrow  Lediglich im RvR können die Fraktionen gegeneinander kämpfen

Inhalte wie ein Großer

Neben dem Questen bietet Maestia mit Dungeons und PvP ähnliche Inhalte, wie die meisten andere MMORPGs. Die Dungeons gibt es in zwei Schwierigkeitsgraden. Während ein Dungeon auf „normal" relativ problemlos auch alleine zu meistern ist, braucht man auf dem Schwierigkeitsgrad „expert" schon eine Gruppe. Bei den Dungeons sollte man aber nicht zuviel erwarten, denn umfangreiche Boss-Encounter sucht man leider vergebens.

Beeindruckender ist da schon eher das PvP, das erst vor wenigen Tagen ein großes Update erfahren hat. Während ihr auf der Oberwelt neutral zur anderen Fraktion steht und maximal Duelle ausführen könnt, könnt ihr euch in den RvR-Schlachten im Namen eurer Fraktion gegenseitig auf die Mütze hauen. Eine der ersten RvR-Karten ist „Golem-Fehde". Auf dieser Karte erhalten beide Fraktionen einen Golem aus Stein. Das Ziel ist es nun, dass man den gegnerischen Golem tötet, während man den eigenen verteidigt und heilt. Gleichzeitig läuft eine Uhr runter, ist bis dahin kein Golem gefallen, gewinnt die Fraktion, dessen Golem noch am meisten Lebenspunkte hat. An diesen Schlachten kann man nicht nur als Kämpfer teilnehmen, sondern auch als Zuschauer. Als Zuschauer kann man sich frei über das Schlachtfeld bewegen, kann jedoch nicht eingreifen und ist für die teilnehmenden Spieler unsichtbar. Ein nettes Features, welches bei vielen großen MMORPGs fehlt.

Neben Erfahrungspunkte und Gold werden euch in euren Abenteuer auch Deuspunkte gegeben. Diese gibt es fürs Beten an Altären, das Lösen von speziellen Quests oder das Siegen im PvP. Mit diesen Deuspunkten können sowohl die Maestones aufgeladen werden, als auch bei speziellen Händlern eingekauft werden. Zusätzlich gibt es bestimmte Ränge im Spiel, die ihr ab einer bestimmten Anzahl von Deuspunkte erreichen könnt. Somit sorgen die Deuspunkte für Motivation auch über das Maximallevel hinaus.


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Gast: 01.01.1970 01:00 Uhr

 
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