14.02.2011 16:46 Uhr | Ara | 1780 Aufrufe
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Alles ohne Client - Ein Browsergame-Rundgang
Seit mehreren Jahren entwickeln sich zwei neue Trends auf dem Spielemarkt. Der erste Trend entstand durch die mobile Leistungssteigerung der modernen Smartphones auf dem Handyspiele-Markt. Der zweite Trend sind sicher Browserspiele, deren Entwickler immer mehr Erfolge feiern können. Dabei ist es oft gar nicht so einfach zu definieren, was ein Browserspiel überhaupt ist, denn mittlerweile haben viele Spiele den Umfang und die Qualität von vollwertigen Spielen erlangt. Wir haben für euch einen kleinen Rundgang durch die Welt der Browserspiele gemacht und uns stellvertretend fünf Spiele rausgesucht, auf die wir näher eingehen werden.
FarmVille macht euch zum Bauern
Ebenfalls wollen wir aber auch gerne eure Meinung zum Thema Browserspiele wissen. Dazu haben wir eine Umfrage online geschaltet und würden uns über rege Teilnahme freuen.
FarmVille
Mit über 50 Millionen monatlichen Nutzern ist FarmVille eins der erfolgreichsten Browserspiele auf dem Markt. Groß geworden ist es als integriertes Spiel in Facebook, hat aber mittlerweile den Sprung aus Facebook raus, auf eine eigene Webseite geschafft.
Das Spielprinzip basiert mehr oder weniger auf dem GameBoy-Klassiker Harvest Moon. Ihr schlüpft in die Rolle eines Farmers und müsst Felder bestellen, Tiere pflegen und euren Hof regelmäßig erweitern. Euer Alltag sieht also so aus, dass ihr Ackerfläche beflügt, Samen sät und dann, nachdem einiger Zeit verstrichen ist, die Früchte eurer Arbeit ernten. Dies alles geschieht mit einem simplen Mausklick, das ist wohl auch eins der Erfolgsrezepte des Spiels, denn das gesamte Spiel ist wirklich mit einer einzigen Taste zu meistern. Somit ist der Einstieg selbst für unerfahrene Spieler sehr einfach.
Der Erfolg basiert daneben aber sicher auch auf dem Socializing. Kaum ein Spiel hat die Communtiyfeatures von Facebook so gut integriert, wie FarmVille. Euer Land erweitert sich nämlich, wenn ihr Freunde dazu überredet ebenfalls FarmVille zu spielen. Auch können sich Spieler gegenseitig helfen und zum Beispiel ihre Äcker gegenseitig düngen. Das heißt, je mehr Freunde man in dem Spiel hat, desto erfolgreicher wird die eigene Farm. Damit dient die Farm mehr oder weniger auch als Status-Symbol innerhalb sozialer Netzwerke, wobei eine große Farm primär auf die darin investierte Zeit basiert.
Entwickelt wurde das Spiel von Zynga, ein Unternehmen das nach Analysten zwischen sieben und neun Milliarden US-Dollar wert sei. Geld machen die Entwickler durch das Verkaufen von Ingame-Geld. Einerseits gibt es die FarmVille Coins, diese kann man entweder für bare Euros erwerben, oder aber auch im Spiel erwerben und andererseits gibt es noch FarmVille Cash, dies gibt es fast ausschließlich gegen Bares. Während ersteres für die meisten Gegenstände im Spiel gebraucht werden, bietet FarmVille Cash zugriff auf besondere Gegenstände, die primär dem Prestige dienen. Damit den Spielern nicht langweilig wird und bei Zynga dauerhaft die Kasse klingelt, werden in regelmäßigen Abständen selbstverständlich neue Gegenstände in das Spiel gebracht.
FarmVille ist somit das typische Casual-Gamer Browserspiel, das primär die Nichtspieler anspricht. Das soll aber nicht heißen, dass die FarmVille-Spieler wenig Zeit oder Geld investieren. Ein großer Teil der Farmer wird mehr Zeit und Geld in FarmVille gesteckt haben, als so mancher Spieler dies in einem klassischen PC- oder Videospiel macht.
Mafia Wars setzt Grafiken sehr spärlich ein
Mafia Wars
Ebenfalls von Zynga und ein Urgestein unter den Browsergames ist Mafia Wars. Es tritt in die Fußstapfen der allerersten Browsergames wie Planetarion und Galaxy Wars. Somit verzichtet es auch fast vollständig auf grafische Elemente und basiert zum größten Teil auf Text. Alle Aktionen die durchgeführt werden, kosten euch Energie. Diese Energie steht euch aber nicht unendlich zur Verfügung, sondern wird nur alle paar Minuten neu aufgeladen. Somit besteht das Geheimnis des Spieles daraus, dass ihr eure Energie so effektiv wie möglich investiert.
Mit jeder Aktion die ihr durchführt erlangt ihr Erfahrungspunkte und Geld. Während Ersteres euren Charakter auflevelt und ihr damit an Stärke gewinnt, ist das Geld wichtig um Gegenstände zu kaufen, die für bestimmte Missionen zwingend vorausgesetzt sind. So klickt ihr euch dann durch verschiedene Aufträge und Kämpfe und seht zu wie eure Mafia immer stärker wird.
Bis ihr an den Punkt gelangt, dass ihr zuwenig Energie und/oder Ausdauer habt um weitere Aktionen auszuführen. Dann bietet euch Mafia Wars an, dass ihr euer Konto ein wenig auffrischt und zwar mit echten Euros. Somit zählt auch hier: Wer stark werden möchte, der braucht entweder verdammt viel Zeit und Ausdauer, oder aber er hilft mit etwas echtem Geld nach.
Dass das Spiel von Zynga ist, erkennt man auch an der erneut sehr guten Einbindung von sozialen Netzwerken. So könnt ihr nicht nur mit euren Facebook Logindaten einloggen, sondern auch eure Erfolge in Mafia Wars direkt über Facebook verbreiten. Selbstverständlich unterstützt Mafia Wars aber auch viele Features von anderen sozialen Netzwerken.
Shakes and Fidget kann vor allem optisch überzeugen
Shakes & Fidget
Das Spiel Shakes & Fidget basiert auf einer Online-Comicserie, deren Anfänge bis hin zu Star Wars Galaxies zurückreichen. Der Ausgangspunkt bildet eine mittelalterliche Fantasy-Stadt und als erstes sticht der doch sehr einzigartige Zeichenstil des Spiel hervor. Jeder Menüpunkt ist grafisch umgesetzt und bietet wirklich schöne Kost für das Auge.
Beim Thema Umfang ist das Spiel dagegen sehr überschaubar, vor allem als Anfänger hat man nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten etwas zu unternehmen. Eigentlich stehen einem nur zwei Punkte zur Verfügung: Die Taverne und die Arena. In der Taverne können verschiedene Quests angenommen werden. Hat man sich für eine Quest entschieden dann läuft lediglich ein Balken für mehrere Minuten runter, ein wirklich spaßfreies Unterfangen und da helfen auch die optisch schönen Hintergrundbilder nicht viel.
Die zweite Möglichkeit, die einem Anfänger zur Verfügung steht, ist die Arena. Hier kann gegen andere Spieler gekämpft werden. Aber auch diese Kämpfe laufen völlig ohne euer Zutun ab. Es werden lediglich eure Werte miteinander verglichen und dann rundenbasiert Schaden ausgeteilt, bis dem ersten Kämpfer die Lebenspunkte ausgehen. Danach muss auch hier erneut gewartet werden.
Die Wartezeiten in der Arena kann man mit Pilzen verkürzen, mit diesen kann man unter Anderem auch die Waren im Shop verändern. Diese Pilze gibt es im Spiel gegen das Einzahlen von Euros. Wenn es darum geht Geld von den Spielern zu erhalten, machen die Betreiber es wirklich einfach, denn so werden insgesamt neun verschiedene Bezahlmöglichkeiten angeboten. Neben klassischen Möglichkeiten wie Kreditkarte oder Lastschrift, können Pilze zum Beispiel auch per Telefon oder SMS gekauft werden.
Shakes & Fidget ist im Feld der Browserspieler das Spiel was optisch mit am hübschesten daher kommt, spielerisch aber wirklich aus sehr vielen langweiligen Wartezeiten besteht. Vor allem etwas für Spieler deren Hobby es ist in Warteschlange zu stehen oder auf den Bus zu warten.
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