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11.08.2010 17:08 Uhr | Joella | 5366 Aufrufe 0 like 1 flame
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Kolumne | Gaming: The next Generation TEIL 1


allvatar hat sich einige Gedanken dazu gemacht, wie sich Computerspiele entwickelt haben und was noch kommen wird.

Wir haben uns u.a. näher mit dem Social Gaming auseinandergesetzt und das sog. Cloud-Gaming unter die Lupe genommen.



Ich öffne die Terrassentüre und trete auf die rotbraunen Terrakotta-Fliesen. Die Sonnenstrahlen, durch die Blätter der Baumwipfel in tausende kleine tanzenden Lichtflecke zerteilt, geben meinem Garten etwas Lebendiges. Je weiter ich mich in meine grüne Oase bewege, desto mehr blendet mich das sich am Boden reflektierende Licht. Ziemlich geile Grafik hier! Mein RL ist HDR gerendert :P!

Spielegrafik früher (TETRIS)

Arrow  Spielegrafik früher (TETRIS)

Grundlegendes: Was zeichnet ein gutes Spiel aus?

Die Grafik besitzt natürlich einen hohen Stellenwert und gerade in den letzten Jahren hat sich in dem Gebiet einiges getan. Mittlerweile ist die Qualität der neuen Games grafisch derart überragend, dass es immer schwerer wird eine Steigerung herbei zu führen. Die Wirklichkeit bedient alle unsere Sinne und wir erleben unsere Umwelt mit Bildern, Geräuschen, Gerüchen und anderen fühlbaren Faktoren. Erst mit allen Sinnen erlebte Dinge fühlen sich vollständig an. Irgendwann wird das sicher auch im Bereich Gaming so sein.

Wir können uns der Realität nur annähern, jedoch erreichen wir diese nicht. Wollen wir das überhaupt? Soll die Teilnahme an einem Game, z. B. einem MMORPG nicht phantastisch bleiben? Soll ein Spiel nur eine virtuelle Kopie unseres echten Lebens sein? Oder macht es gerade den Reiz aus in eine vollkommen abgehobene Welt, fernab jeder irdischen Probleme, abzutauchen?

Spielegrafik heute (AION)

Arrow  Spielegrafik heute (AION)

Was macht ein gutes Spiel aus und warum scheint die Erfolgs- und Entwicklungskurve der Computerspiele scheinbar zur Zeit zu stagnieren?

Der Boom der PC-Spiele hat immer mehr abgenommen. Ist der Konsument gesättigt oder einfach nur verwöhnt und somit wesentlich schwerer zu beeindrucken, als vor vielen Jahren?

Ein gutes fesselndes Spiel konfrontiert den Teilnehmer mit einer Serie von Problemen, die es zu lösen gilt. Wichtig hierbei ist nur, dass die gestellten Aufgaben interessant sind und nur durch komplexes intuitives Handeln lösbar sein dürfen.

Andernfalls macht sich schnell die Langeweile breit und der User verliert das Interesse.

Das im Moment bekannteste und erfolgreichste Netzwerk: FACEBOOK

Arrow  Das im Moment bekannteste und erfolgreichste Netzwerk: FACEBOOK

Social Gaming „Socialing"

Computerspiele der Zukunft sollen nicht nur mehr die wirkliche Welt simulieren, sondern „echte" zwischenmenschliche Interaktion erzeugen. Diese Art von „Spiel", bekannt unter dem Schlagwort „Soziale Netzwerke", erlebt bereits jetzt einen unglaublichen Hype und wird als „Social Gaming" bezeichnet.

Durch den Einbezug des sozialen Aspekts werden die Computerspiele wieder zu ihrem Ursprung aller Spiele zurückkehren. Man sitzt nicht mehr „allein" vor dem Spiel, sondern es ist ein soziales Ereignis geworden, bei dem man mit anderen Mitspielern interagiert. Spiele waren in ihrem Ursprung immer schon sozial, egal ob man nun an Fußball oder ein Brettspiel denkt.

Denkt man nur an das Brettspiel „Die Siedler" wo das Ziel ist, erfolgreich ein Dorf aufzubauen, Handel zu treiben und mit Interaktion das Problem zu lösen und sich der Aufgabe zu stellen. Durch die virtuelle Welt der Spiele ist es nun möglich in die einzelnen teilnehmenden Charaktere zu schlüpfen und das Gespielte - direkt und ortsunabhängig - mit anderen Menschen zu erleben.

Wie in vielen Artikeln bereits besprochen, enthält diese Ortsunabhängigkeit jedoch eine Gefahr. In extremen Fällen dann eben die Gefahr der Vereinsamung, wenn man nur noch „Freunde" ingame oder über die Sozialen Netzwerke hat. Klar ist es wesentlich leichter den Kontakt zu anderen Menschen über das Internet aufzubauen als in echt. Es ist anonymer und es besteht für jeden Einzelnen weniger die Gefahr zu viel von sich preis zu geben und somit verletzt zu werden.

Das zur Zeit wohl bekannteste und erfolgreichste Online-Netzwerk Facebook hat mittlerweile einen sehr großen Einfluss auf die Computerspiele. Viele ihrer Millionen Mitglieder beschäftigen sich dort mit Gemüse pflanzen, ernten, Freundschaften pflegen und Handel treiben. Bekanntschaften zu anderen befreundeten Spielern belohnt den Spieler mit ingame-Geschenken. Durch die sehr leistungsstarken Handys ist es den Spielern auch möglich überall auf das Game zuzugreifen.

Dieses Phänomen polarisiert die Menschen, von begeisterten Teilnehmern zu genervten Nichtspielern, die es als lästigen Spam erleben. 150 Spiele wurden allein von Playfish, dem größten Anbieter bei Online-Netzwerken, installiert: Tendenz explosionsartig steigend.

FarmVille, das erfolgreichste Browser-Game aus der Facebook-Schmiede (Zynga)

Arrow  FarmVille, das erfolgreichste Browser-Game aus der Facebook-Schmiede (Zynga)

Wie funktionieren diese Browser-Spiele?

Anstatt wie bei vielen Online-Spielen verdient dieses Vermarktungsmodell seine "Brötchen" durch den Verkauf von virtuellen Gütern, anstatt durch die monatliche Nutzungsgebühr. Ein Spieler hat z. B. bisher ca. 15 Euro im Monat für seinen Zugang bezahlt, diese Kosten fallen nun weg. Jedoch kann der Nutzer durch den Einsatz von richtigem Geld sein ingame-Vermögen steigern.

Mehr als 83 Millionen Menschen versuchen sich allein als Hobby-Farmer im virtuellen Farmsimulator "FarmVille". Dieses Game ist somit das erfolgreichste Facebook-Spiel überhaupt. Wie oben genannt geht es hierbei darum eine Farm aufzubauen, Tiere und Pflanzen zu züchten und mit anderen Mitspielern die Rohstoffe zu handeln. Aber allein das macht dieses Spiel nicht so erfolgreich und würde seinen Schwerpunkt auch nicht im Sozial-Gaming haben. Die soziale Komponente macht FarmVille zur absoluten Nr.1 der Browser-Spiele.

Mafia Wars, weiteres sehr beliebtes Brower-Game

Arrow  Mafia Wars, weiteres sehr beliebtes Brower-Game

Jeder Spieler baut seinen Betrieb auf, verkauft und kauft ein, steigert sein Vermögen, trifft anderen Spieler auf dem Markt und vergrößert sein Land. Der Anstieg des virtuellen Eigentums ist jedoch nur mit vielen Freunden möglich, was durch das Facebook-Netzwerk bewerkstelligt wird. Viele Aufgaben können nur in der Gemeinschaft erfüllt werden. Ein Defizit an online-Freunden kann jedoch durch Kaufen von Online-Gütern und -Währung gegen echten Euro erreicht werden. Nun schließt sich der Kreis und so ist klar, wie Zynga (Hersteller des Facebook-Browsergames) sich finanziert. Durch die Verknüpfung mit den Facebook-Accounts der Nutzer, hat Zynga auch Zugang zu allen hinterlegten Profilinformationen, welche für zielgerichtete Werbung verwendet werden... und jeder weiß, dass es nichts wertvolleres als Informationen gibt, welche für immense Summen auf dem Weltmarkt gehandelt werden.

Wo kann man so schnell an alle privaten Daten (Wohnort, Alter, Geschlecht, Beruf, Familienstand, Hobbys) gelangen, als über Facebook... ? Wie gesagt, allein 83 Millionen User bei FarmVille. Das nennen ich mal Potential! Wenn man bedenkt, dass Facebook 200 Millionen Nutzer hat...

Happy Aquarium

Arrow  Happy Aquarium

Hier einmal eine Auflistung der sechs erfolgreichsten Browser-Games mit Userzahlen, damit man einmal sieht, von welchen Zahlen und was für einem Ausmaß wir hier sprechen:

Nr. 1 - FarmVille - 83 Millionen Spieler
Nr. 2 - Mafia Wars - 25 Millionen Spieler
Nr. 3 - Café World - 30 Millionen Spieler
Nr. 4 - Texas HoldEm Poker - 27 Millionen Spieler
Nr. 5 - Happy Aquarium - 26 Millionen Spieler
Nr. 6 - FishVille - 25 Millionen Spieler

Wenn man solche Zahlen sieht, erkennt man was für eine Art Industrie dahinter steckt und noch dazu kommen wird. Da werden noch viele Firmen ein Stück von diesem unglaublichen schmackhaften Kuchen ab haben wollen.

Jedoch haben diese Netzwerke nicht nur Negatives an sich, auch wenn sie in den Medien zur Zeit in den Boden getreten werden. Sie bieten bisher benachteiligen Menschen eine gute Möglichkeit Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen. Sei die Behinderung körperlicher Natur oder einfach durch sehr starke Schüchternheit ausgeprägt.

Diese digitale Welt eröffnet ganz neue und erweiterte Möglichkeiten auch gehandicapten Menschen an einem "gesellschaftlichen Hobby" mit anderen zusammen teilzunehmen.

Den Teil 2 der allvatar Kolumne GAMING: THE NEXT GENERATION mit den Themen Cloud-Gaming und eSports, könnt Ihr hier lesen! 


Dieser Artikel besteht aus mehreren Seiten




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