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Overwatch

Vorschau und Eindrücke

Wird Overwatch die Shooter-Welt revolutionieren? Wir sagen euch mehr zu Blizzards FPS.


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Kommentar: Blizzard erhält den Big Brother Award | Zu Recht?


14.04.2012 10:59 Uhr | Ara | 7158 Aufrufe 4 like 0 flame
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Blizzard hat den Big Brother Award für World of Warcraft bekommen (siehe hier). Mit diesem Award werden Unternehmen ausgezeichnet, die durch übertriebene Datensammelwut auffallen. Das Komitee kritisiert vor allem die Anti-Cheat-Software Warden, das Arsenal und die Nutzungsbedingeungen.

Dabei scheint der FoeBuD e.V., der hinter dem Award steht, aber diesmal ein wenig über das Ziel hinausgeschossen zu sein. In der Begründung zeigen sich deutliche Verständnisprobleme und stellenweise falsche bis hin zu abstrusen Theorien.

Kritisiert wird vor allem die Anti-Cheat-Software "Warden" von Blizzard, die seit einigen Jahren die Spiele vor Cheats und Bots schützen soll. Dass das Komitee nicht gänzlich verstanden hat was Warden ist, zeigt sich schon darin, dass sie der Meinung wären, dass Origin von Electronic Arts das Pendant zu Warden wäre.

Während Warden jedoch eine reine Anti-Cheat-Software ist, die den Arbeitsspeicher scannt, handelt es sich bei Origin von EA um eine Vermarktungsplattform wie Steam oder der Battle.net Store, die weder eine Anti-Cheat-Mechanik besitzen, noch den Arbeitsspeicher scannen. Zwei völlig verschiedene Sachen.

Eine zweite Kritik betrifft das Arsenal. Während die meisten Spieler das Feature mehr als begrüßen, sieht die Jury hier drin ein großes Datenschutzproblem. Angeblich könnte man im Arsenal erkennen "wer wann, wie lange und wie oft gespielt hat".

Tatsächlich ist es theoretisch feststellbar, an welchem Tag jemand gespielt hat. Dazu muss er jedoch einen Erfolg oder Ähnliches an diesem Tag gesammelt haben. Dagegen ist es nicht möglich festzustellen, dass jemand an einem Tag nicht gespielt hat. Da aber nicht jeder Spieler an jedem Tag einen Erfolg oder einen Gegenstand holt, sind die Daten für ein Bewegungsprofil unbrauchbar.

Zusätzlich ist, da lediglich Tage und keine Stunden gespeichert werden, auch nicht möglich die Länge der Spielzeit zu ermitteln. Auch wie oft jemand gespielt hat, ist aus dem Arsenal nicht zu erkennen, da es nicht die Tage anzeigt an denen man nicht gespielt hat, sondern nur die Tage an denen Aktivitäten erreicht wurden, die zu einer Änderung am Arsenal führen.

Wirklich kurios wird aber die weitere Begründung. So könnte, nach Aussage des Komitees, ein Psychologe aus der Berufswahl, "den Entscheidungen bei Konfliktsituationen" und dem "Handelsverhalten" ein Persönlichkeitsprofil erstellen könnte. Dieses könnte dann dem Militär zur Rekrutierung neuer Soldaten dienen. Zusätzlich erwähnt das Komitee, dass einige Aufgaben in World of Warcraft schon jetzt den Eindruck erwecken, "als wären sie speziell für das Casting von Rekruten in Spezialeinheiten vorgesehen". Zwischen den Zeilen wird Blizzard somit auch vorgeworfen, dass World of Warcraft ein Rekrutierungsprogramm des Militärs wäre. Was soll man dazu sagen? Abgesehen von: "Aluhüte anyone?".

Abschließend wird das Real ID-Feature kritisiert. Leider vermengt hier der FoeBuD e.V das Real ID-Feature mit dem, vor einigen Monaten diskutierten, Klarnamens-Zwang. Letzterer wurde von Blizzard nie umgesetzt, das heutige Real ID-Feature erlaubt nicht das Posten unter einem Klarnamen. Das Feature ist vollkommen freiwillig und erlaubt die spielübergreifende Community. Es hat nichts mit dem damals zu Recht kritisiertem Klarnamens-System zu tun. Auch ist die Aussage falsch, dass man für das Real ID-Feature den Zugriff auf die Facebook-Freundesliste erlauben muss. Das Facebook-Feature erlaubt lediglich seine Real ID-Freundesliste zu füllen.

Auch beim nächsten Punkt irrt das Komitee: So wird behauptet, dass man unterschiedliche Email-Adressen für StarCraft II und World of Warcraft verwenden muss (Damit meinen sie vermutlich unterschiedliche Battle.net Accounts), damit Freunde nicht sehen, dass man ein anderes Spiel spielt. Das ist natürlich ebenfalls Quatsch. Es reicht völlig aus, dass man das Real ID-Feature nicht nutzt, sondern ausschließlich die Freundesliste im jeweiligen Spiel. Dann wird man auch nicht gesehen. Optional kann man, wenn man Angst vor Spionage durch Freunde hat, auch gänzlich auf Freunde und soziale Kontakte verzichten.

Ich möchte hier gar nicht sagen, dass Blizzard nicht vielleicht doch den Big Brother Award verdient hat, die Begründung ist aber zum größten Teil falsch und fern jeder ernsthafter Grundlage. Teilweise ist dies technischem Unverständnis geschuldet, teilweise wurde aber auch anscheinend das Konzept einzelner System grundlegend nicht verstanden. Dazu kommen kuriose Verschwörungstheorien vom US-Militär, die keiner weiteren Kommentierung bedürfen.



aenima
 

staff aenima 14.04.2012 17:59 Uhr

Danke für den aufschlussreichen Kommentar Ara. Blizzard mag zwar durchaus zwiespältig aufgenommen werden, aber so nen Quatsch kann man eigentlich nicht unkommentiert lassen!

 
fiz
 

fiz 15.04.2012 04:18 Uhr

/sign Ara.

Ich bin ja nun wirklich nicht der Verfechter von Blizzards obskuren Machenschaften, aber da sind die Datenschützhüter wirklich übers Ziel rausgeschossen bzw. haben es um Kilometer verfehlt.

Klar, aus dem Arsenal kann man durchaus eine Art Onlineprofil erstellen, da mittlerweile ja Epics wie wie früher graue items droppen. Der tägliche Besuch einer der drei aktuellen Cata-Inzen fürht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einem Eintrag im Arsenal, da man ein Item bekommen hat. Da steht auch jeweils für die ganze Welt sichtbar dran, WANN man dieses Item bekommen hat. (In der Winterzeit steht ja sogar dran welches Item man "bekommen wird" xD ) Ich würde es auch begrüßen, wenn das ausschalten könnte.

Aber ansonsten sieht Blizzard für mich nicht gefährlicher aus, als viele andere. Wahrscheinlich ist Blizzard einfach bekannt genug - es lohnt sich einfach die zu nominieren, um den Award bekannt zu machen. Offensichtlich ist dabei eben auch egal, ob die Anschuldigung stimmt, haltbar ist oder gar begründet.

Schade, damit kann man einen eigentlich sinnvollen und guten Award soweit verlächerlichen, daß er seine Mission nicht mehr erfüllen kann.

 
Croktol
 

Croktol 15.04.2012 17:03 Uhr

ich denke, dass sie einfachn icht mehr wisen, wie sie von sich selbst überzeugen können und aufmerksam machen. Ich meine, wieso denn erst jetzt? Das System ist, so wie es steht, doch schon länger vorhanden.
Wie Blizz mit den Daten umgeht kann man nicht genau sagen, aber sie sind genauso auch dafür da, Accountdaten zu schützen!

 
Myrima
 

Myrima 16.04.2012 07:51 Uhr

Optional kann man, wenn man Angst vor Spionage durch Freunde hat, auch gänzlich auf Freunde und soziale Kontakte verzichten.
göttlich

 
Buffalobull
 

Buffalobull 16.04.2012 09:18 Uhr

ja ist den schon wieder "Sommerloch", kommt mir so vor als ob hier irgendwelche Nerds unglaubliche Langeweile gehabt haben...
Auch wenn ich kein WoW mehr spiele finde ich das hier total übertrieben!!! ein LOLINGER für die WoW - Community

 
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